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MMA Berlin Regelwerke vom 05.12.2011

Allgemeines fuer alle Kaempfe

Waage
- am Kampftag oder am Tag davor zu angegebener Zeit
(Wenn nicht anders angegeben, findet die Waage 1h vor Einlass der Zuschauer und 2h vor Wettkampfbeginn statt. Wir haben dieses enge Zeitfenster, um den Wettkaempfern einen moeglichst reibungslosen Ablauf mit geringen Wartezeiten zu ermoeglichen. Daher ist diese Zeitangabe unbedingt puenktlich einzuhalten!)
- Anwesenheitspflicht fuer alle Kaempfer, auch die Schwergewichte ohne Gewichtslimit
- es wird mit einer geeichten Waage gewogen (keine Toleranz!)
- das jeweilige Gewichtslimit ist der Fightcard zu entnehmen

Ist ein Kaempfer ueber dem vereinbarten Gewichtslimit, hat er eine Stunde Zeit, sein Gewicht zur erreichen. Falls er dies nicht schafft, findet der Kampf nicht statt.

Fuer Grappling Events: Waage in der Stunde vor dem Wettkampfbeginn (z.B. Wettkampfstart 11:00 = Waage 10:00-11:00).

Betreuer
Pro Kaempfer sind 2 Betreuer in der Ecke zugelassen.
Nur einer der Betreuer darf dem Kaempfer Anweisungen geben, beide duerfen aber in das Kampfgeschehen nicht eingreifen (greifen der Seile, Beruehren der Kaempfer etc...). Dies fuehrt ansonsten, wie eine verbotene Technik, zu einer gelben Karte oder Disqualifikation. Die Betreuer muessen eine Trinkflasche mit Wasser und ein Handtuch bereithalten.

Bandagen
Die Haende duerfen unter dem Handschuhe bandagiert werden.
Dazu darf ausschliesslich Mull und Tape in angemessener Menge verwandt werden.
Bandagierte Haende muessen vor dem Anziehen der Handschuhe vom Veranstalter ueberprueft werden.
Sonstiges Tape muss medizinisch notwendig sein und ebenso vor dem Kampf von dem Veranstalter ueberprueft werden.

Kleidungsvorschrift und Koerperhygiene
- Kurze Hose, Hosenbund muss fest geschnuert sein (keine Reisverschluesse, Knoepfe, Taschen)
- Freier Oberkoerper (enges Shirt oder Top fuer Frauen, welches die Ellenbogen nicht bedeckt), für Grappling-Kaempfe auch freier Oberkoerper oder alternativ auch enges Shirt, welches die Ellenbogen nicht bedeckt
- Keine Schuhe, keine weitere Ausruestung wie Knie-, Ellenbogen- oder Fusspads oder Ohrschuetzer (Ohrschuetzer sind beim Grappling ok)
- Zahnschutz & Tiefschutz (Tiefschutz und Brustschutz fuer Frauen optional)
- Lange Haare muessen mit einem weichen Haargummi / -band zusammengehalten werden, keine harten Haarklammer etc.
- Finger- und Fussnaegel muessen kurz geschnitten sein
- Minimales Auftragen von Vaseline im Gesicht wird vom Ringarzt oder Sanitaeter vor dem Kampf gemacht (entfaellt beim Grappling-Kaempfen). Ansonsten ist jedweder gebrauch von Oelen und Cremes (z.B. Thaioel) verboten.

Regeln fuer die Pro MMA-Kaempfe

Das Wichtigste in Kuerze
- Stand und Boden Hammerfaust und Handinnenflaeche auch zum Kopf
- Kicks, Knie und Ellenbogen zum Kopf nur gegen einen stehenden Gegner

Kampfzeit
Die Kampfzeit betraegt 3 Runden zu je 5 Minuten mit jeweils 1 Minute Pause.

Vorgeschriebene zusätzliche Schutzausruestung
- Duenne MMA-Handschuhe, Polster ca. 1cm (z.B. UFC-Handschuhe), Klettverschluss festgetaped

Erlaubte Techniken
- Schlaege mit der gepolsterten Flaeche des Handschuhs, aber auch mit der Handinnenflaeche und dem Handgelenk bzw. „Hammerfaust“ und auch Rueckhandschlaege im Stand und am Boden auch zum Kopf
- Tritte, Ellenbogenstoesse und Kniestoesse nur gegen einen stehenden Gegner zum Kopf. "Stehend" bedeutet nicht mehr als die beiden Fusssohlen am Boden. Ansonsten nur zum Koerper.
- Jede Art von Wuerger, ausser das Zudruecken des Kehlkopfs per Hand
- Jeder Hebel des Ellenbogengelenks, des Schultergelenks, des Handgelenks, des Kniegelenks und des Fussgelenks in kontrollierter Form (auch Heelhooks)
- Alle Wuerfe (kein "Spiking" auf Nacken oder Kopf)
- Stomps und Soccerkicks sind erlaubt, aber nur zum Koerper

Verbotene Techniken (alle nicht „erlaubten Techniken“ – insbesondere folgende)
- Tritte, Ellenbogenstoesse und Kniestoesse zum Kopf, wenn der Gegner mehr als nur die Fusssohlen am Boden hat
- Alle Angriffe auf die Wirbelsaeule, direkt auf Gelenke und den Hinterkopf
- Headbutts (Stoesse mit dem eigenen Kopf auch nicht zum Koerper des Gegners)
- Angriffe zum Unterleib und zum Kehlkopf (und der Brust bei Frauen)
- Greifen in Nase, Mund, und Augen
- Ellenbogen, Knie etc. auf Nase, Mund, und Augen druecken
- Greifen der Kleidung und der Handschuhe des Gegners (eigene Kleidung darf gegriffen werden)
- Greifen der Ringseile
- Greifen des Schluesselbeins
- Wegdrehen
- Weglaufen
- Hebel der Finger- oder Zehgelenke
- Hebel auf Wirbelsaeule / Halswirbelsaeule (z. B. Twister, Cruzifix, Can-opener)
- Zuhalten von Mund und Nase per Hand (Wuergetechniken wo der Mund zum Beispiel vom Unterarm verdeckt wird fallen nicht darunter)

Sonstiges
Verbotene Techniken werden vom Ringrichter mit einer gelben Karte angezeigt und gehen in die Wertung der Punktrichter mit ein.
Die dritte gelbe Karte fuehrt automatisch zur Disqualifikation.
Sollte eine verbotene Technik nach Meinung des Ringrichters absichtlich ausgefuehrt worden sein, kann der Ringrichter auch sofort disqualifizieren.
Es wird im Ring gekaempft.
Wenn die Kaempfer sich ausserhalb des Rings bewegen oder zu unguenstig unterhalb der Seile sind, wird der Kampf in derselben Position in der Mitte fortgesetzt (Kommando „Stop – nicht bewegen“ oder „Freeze“). Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist, kann er in dieser Situation beide Kaempfer auch im Stand weiterkaempfen lassen. Der Kampfverlauf sollte aber so wenig wie moeglich unterbrochen werden. Wenn also ein Kaempfer im Clinch oder am Boden in die Seile gedrueckt wird und sich sein Bewegungsraum dadurch einschraenkt, ist dies kein Grund den Kampf zu unterbrechen. In jedem Falle liegt die Entscheidung aber im Ermessen des Ringrichters.
Sollte es eine Unterbrechung mit Trennung der Kaempfer wegen einer verbotenen Technik oder einer Arztpause geben (Fassen der Seile, Fassen der Kleidung des Gegners, Treffer zwischen die Beine, Finger in den Augen, Nasenbluten, Schlag auf den Hinterkopf oder andere…) wird der Kampf in der gleichen Position wie zuvor fortgesetzt. Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist, kann er in dieser Situation aber auch hier beide Kaempfer im Stand weiterkaempfen lassen.

Moeglichkeiten zu gewinnen
- Aufgabe des Gegners
- KO oder TKO
- Sonst Punktrichterentscheid (3 Punktrichter, alle Runden werden zusammen bewertet nach: Wirkungstreffer / Submissionversuche nahe der Aufgabe, Bemuehung den Kampf durch Submissions oder Schlaege und Tritte zu Ende zu bringen, Aggressivitaet/Aktivitaet)

Regeln fuer die Amateur MMA-Kaempfe

Das Wichtigste in Kuerze
- Stand und Boden Schlaege zum Kopf, aber nur mit der gepolsterten Flaeche des Handschuhs
- Stand und Boden Knie, Hammerfaust und Handinnenflaeche nur zum Koerper
- Kicks zum Kopf nur gegen einen stehenden Gegner
- Gar keine Ellenbogen, auch nicht zum Koerper

Kampfzeit
Die Kampfzeit betraegt 2 Runden zu je 5 Minuten mit 2 Minuten Pause.

Vorgeschriebene zusätzliche Schutzausruestung
- Dicke MMA-Handschuhe, Polster ca. 5cm (z.B. KWON SV Virtus), Klettverschluss festgetaped

Erlaubte Techniken
- Schlaege zum Kopf nur mit der gepolsterten Flaeche des Handschuhs, Rueckhandschlaege sind erlaubt, wenn dabei die gepolsterte Flaeche des Handschuhs auftrifft
- Schlaege mit der der Handinnenflaeche und dem Handgelenk bzw. „Hammerfaust“ nur zum Koerper
- Tritte gegen einen stehenden Gegner. "Stehend" bedeutet nicht mehr als die beiden Fusssohlen am Boden.
- Kniestoesse zum Koerper
- Jede Art von Wuerger, ausser das Zudruecken des Kehlkopfs per Hand
- Jeder Hebel des Ellenbogengelenks, des Schultergelenks, des Handgelenks, des Kniegelenks und des Fussgelenks in kontrollierter Form (auch Heelhooks)
- Alle Wuerfe (kein "Spiking" auf Nacken oder Kopf)
- Stomps und Soccerkicks sind erlaubt, aber nur zum Koerper

Verbotene Techniken
(alle nicht „erlaubten Techniken“ – insbesondere folgende)
- Tritte zum Kopf, wenn der Gegner mehr als nur die Fusssohlen am Boden hat
- Alle Angriffe auf die Wirbelsaeule, direkt auf Gelenke und den Hinterkopf
- Headbutts (Stoesse mit dem eigenen Kopf auch nicht zum Koerper des Gegners)
- Ellbogenstoesse (auch nicht zum Koerper)
- Angriffe zum Unterleib und zum Kehlkopf (und der Brust bei Frauen)
- Greifen in Nase, Mund, und Augen
- Ellenbogen, Knie etc. auf Nase, Mund, und Augen druecken
- Greifen der Kleidung und der Handschuhe des Gegners (eigene Kleidung darf gegriffen werden)
- Greifen der Ringseile
- Greifen des Schluesselbeins
- Wegdrehen
- Weglaufen
- Hebel der Finger- oder Zehgelenke
- Hebel auf Wirbelsaeule / Halswirbelsaeule (z. B. Twister, Cruzifix, Can-opener)
- Zuhalten von Mund und Nase per Hand (Wuergetechniken wo der Mund zum Beispiel vom Unterarm verdeckt wird fallen nicht darunter)

Sonstiges
Verbotene Techniken werden vom Ringrichter mit einer gelben Karte angezeigt.
Die dritte gelbe Karte fuehrt automatisch zur Disqualifikation.
Sollte eine verbotene Technik nach Meinung des Ringrichters absichtlich ausgefuehrt worden sein, kann der Ringrichter auch sofort disqualifizieren.
Es wird im Ring gekaempft.
Wenn die Kaempfer sich ausserhalb des Rings bewegen oder zu unguenstig unterhalb der Seile sind, wird der Kampf in derselben Position in der Mitte fortgesetzt (Kommando „Stop – nicht bewegen“ oder „Freeze“). Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist, kann er in dieser Situation beide Kaempfer auch im Stand weiterkaempfen lassen. Der Kampfverlauf sollte aber so wenig wie moeglich unterbrochen werden. Wenn also ein Kaempfer im Clinch oder am Boden in die Seile gedrueckt wird und sich sein Bewegungsraum dadurch einschraenkt, ist dies kein Grund den Kampf zu unterbrechen. In jedem Falle liegt die Entscheidung aber im Ermessen des Ringrichters.
Sollte es eine Unterbrechung mit Trennung der Kaempfer wegen einer verbotenen Technik oder einer Arztpause geben (Fassen der Seile, Fassen der Kleidung des Gegners, Treffer zwischen die Beine, Finger in den Augen, Nasenbluten, Schlag auf den Hinterkopf oder andere…) wird der Kampf in der gleichen Position wie zuvor fortgesetzt. Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist, kann er in dieser Situation aber auch hier beide Kaempfer im Stand weiterkaempfen lassen.

Moeglichkeiten zu gewinnen
- Aufgabe des Gegners
- KO oder TKO
- Sonst automatisch Unentschieden

Regeln fuer die U18 MMA-Kaempfe

Wenn einer oder beide Wettkaempfer noch nicht 18 Jahre alt sind, wird immer nach "U18" Regeln gekaempft.

Die Regeln entsprechen den obigen MMA Amateur Regeln, bis auf folgende Zusaetze:
- mit Kopfschutz
- mit Schienbeinschonern mit Spannschutz
- ohne Kniestoesse (auch nicht zum Koerper).

Regeln fuer die Pro Kickboxkaempfe (K-1)

Kampfzeit
Die Kampfzeit betraegt 3x3 Minuten mit jeweils 1 Minute Pause (bei Gleichstand nach der dritten Runde gibt es bis zu 2 Runden Verlaengerung).

Vorgeschriebene zusätzliche Schutzausruestung
- 10oz Boxhandschuhe, Klettverschluss festgetaped

Erlaubte Techniken
- alle Schlaege mit der gepolsterten Flaeche des Handschuhs, auch Rueckhandschlaege
- Tritte mit Schienbein, Spann, Ferse, Fusssohle, / -aussenkante und Kniestoesse (auch zum Kopf), auch Drehkicks
- Fussfeger
- Bein Fangen und Ausfuehren von maximal einer Technik (Schlaege, Tritte oder Fussfeger, aber keine Wuerfe)
- Clinchen mit einer Hand und Ausfuehren von maximal einer Technik

Verbotene Techniken (alle nicht „erlaubten Techniken“ – insbesondere folgende)
- Wegdrehen vom Gegner
- Weglaufen
- Alle Angriffe auf die Wirbelsaeule, direkt auf Gelenke und den Hinterkopf
- Angriffe zum Unterleib (und der Brust bei Frauen)
- Werfen, Bodenkampf
- Angriffe mit Ellenbogen, Kopfstoesse
- Mehr als einmal schlagen oder treten beim Halten von Bein oder Nacken des Gegners oder ganzes Clinchen
- Festhalten der Ringseile
- passives Kaempfen (ohne Angriffe), auch passives Clinchen und Festhalten

Sonstiges

- Es wird im Ring gekaempft
- Wenn ein Kaempfer durch einen Treffer (kein Ausrutschen oder Fussfeger) zu Boden geht, wertet der Ringrichter den Niederschlag als Knockdown und sagt dies mit dem Kommando "Down" an.
- Bei einem Knockdown muss sich der nicht angeschlagene Kaempfer in die neutrale Ecke begeben. Ab dann zaehlt der Ringrichter fuer den angeschlagenen Kaempfer bis 10. Schafft es dieser nicht, bis dahin fest zu stehen und seine Kampfhaltung einzunehmen, gilt der Knockdown als KO.
- 3 Knockdowns resultieren in einem TKO (der dritte Knockdown wird nicht mehr angezaehlt).
- Ausrutschen oder ein Fussfeger zaehlen nicht als Knockdown (Entscheidung des Ringrichters).
- Bei einem Knockdown wird mindestens bist 8 gezaehlt („Eight count“).
- Ein „Standing eight count“ kann vom Ringrichter angewandt werden (wenn einer der Kaempfer angeschlagen ist, aber nicht zu Boden gegangen ist, kann er trotzdem angezaehlt werden).

Bewertungskriterien
- Es gibt drei Punktrichter.
- Die Wertungen der Punktrichter werden nach jeder Runde angesagt.
- Punkte werden nach folgenden Kriterien vergeben: "Downs", Schaden verursacht durch Treffer, klare Treffer (Prioritaeten in dieser Reihenfolge).
- Jeder Kaempfer bekommt pro Runde 10 Punkte von denen auf Grund von Unterlegenheit und/oder Strafen Punkte abgezogen werden koennen.
- In einer sehr ausgeglichenen Runde erhalten beide Kaempfer 10 Punkte (10-10).
- Ist ein Kaempfer unterlegen, erhaelt er einen Punkt abgezogen (10-9).
- Gelingt einem Kaempfer ein Knockdown, bekommt der Gegner 2 Punkte abgezogen (10-8), bei 2 Knockdowns 3 Punkte (10-7).
- Durch Verwarnungen des Ringrichters (gelbe Karte) bekommt ein Kaempfer auch 1-2 Punkte abgezogen.
- Wenn ein Kaempfer nach einem Knockdown insgesamt ueber die Runde eine wesentlich bessere Leistung zeigt kann er den eigentlichen Punktestand von 10-8 auf 9-8 verbessern (nicht aber 10-9).
- Wenn beide Kaempfer einen Knockdown erzielen ist der Punktestand 8-8.
- Fuer die zweite Runde der Verlaengerungszeit gibt es keine 10-10 Wertung. Die Punktrichter muessen hier auch die kleinste Ueberlegenheit werten und eine 10-9 Punktewertung ausgegeben.

Moeglichkeiten zu gewinnen
- Aufgabe des Gegners
- KO oder TKO
- sonst Punktrichterentscheid

Regeln fuer die Pro Thaiboxkaempfe

Regeln wie K-1 bis auf folgende Unterschiede
- volles Clinchen ist erlaubt
- Knie und Ellenbogen sind erlaubt (auch zum Kopf)
- Knie sind ohne Schuetzer, Ellenbogen mit Ellenbogenschuetzern

Regeln fuer die Amateur Kickboxkaempfe

Kampfzeit
Die Kampfzeit betraegt 3x2 Minuten mit jeweils 1 Minute Pause.

Vorgeschriebene zusätzliche Schutzausruestung
- 16oz Boxhandschuhe (Frauen 12oz)
- Schienbeinschoner mit Spannschutz

Erlaubte Techniken
- alle Schlaege mit der gepolsterten Flaeche des Handschuhs, auch Rueckhandschlaege
- Tritte mit Schienbein, Spann, Ferse, Fusssohle, / -aussenkante und Drehkicks (alle auch zum Kopf)
- Fussfeger
- Bein Fangen und Ausfuehren von maximal einer Technik (Schlaege, Tritte oder Fussfeger, aber keine Wuerfe)

Verbotene Techniken (alle nicht „erlaubten Techniken“ – insbesondere folgende)
- Wegdrehen
- Alle Angriffe auf die Wirbelsaeule, direkt auf Gelenke und den Hinterkopf
- Angriffe zum Unterleib (und der Brust bei Frauen)
- Werfen (ausser Fussfeger), Bodenkampf
- alle Angriffe mit Ellenbogen oder Knien
- Clinchen
- Kopfstoesse
- Festhalten der Ringseile
- passives Kaempfen (ohne Angriffe)

Sonstiges
Es wird im Ring gekaempft.
Es wird nicht angezaehlt.
Wenn ein Kaempfer durch einen Treffer (kein Ausrutschen oder Fussfeger) zu Boden geht, wertet der Ringrichter den Niederschlag als Knockdown und der Kampf ist beendet.
Der Kampf wird ausserdem bei starker Unterlegenheit oder mangelnder Verteidigung abgebrochen.

Moeglichkeiten zu gewinnen
- Aufgabe des Gegners
- KO oder TKO
- sonst unentschieden

Regeln fuer die U18 Kickboxkaempfe

Wenn einer oder beide Wettkaempfer noch nicht 18 Jahre alt sind, wird immer nach "U18" Regeln gekaempft.

Die Regeln entsprechen den obigen Amateur Regeln, bis auf folgende Zusaetze:
- mit Kopfschutz

Regeln fuer die Grappling-Kaempfe

Das Wichtigste in Kuerze
- Keine gedrehten Fusshebel, keine Hebel auf die (Hals-)Wirbelsaeule
- In den Vorrunden zaehlt nur Aufgabe, keine Punkte

Kampfzeit
Die Kampfzeit betraegt 1 Runde zu 3 Minuten.
In den Gruppen-Finals und in den Finals der Gruppensieger gibt es 3 Runden. 2 mal 5 Minuten mit einer Minute Pause. Dritte Runde offen.

Gewichtsklassen
Alle Teilnehmer werden gewogen und dann nach Gewicht Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe hat jeder Teilnehmer 4 Kaempfe. Nach diesen 4 Kaempfen, kommen die 2 in der Gruppe, die die meisten Punkte haben weiter ins Finale. Der Gruppensieger kaempft gegen die Gruppensieger aus den anderen Klassen.

Punkte
0 für Niederlage
1 für Unentschieden
3 für Sieg (auch bei Verletzung oder Nichtantreten des Gegners)
Bei Punktegleichstand zählt die Zeit, in der 3 Punkte erreicht wurden. Verletzung oder Nichtantreten zählt als volle Zeit.
In den Gruppen-Finals und in den Finals der Gruppensieger gibt es ab der dritten Runden runden Golden score: Takedown auf Seite oder Ruecken, Mount, Sidemount, Back mit Hooks für mindestens 3 Sekunden gehalten fuehren sofort zum Sieg.

Erlaubte Techniken
- Jede Art von Wuerger, ausser das Zudruecken des Kehlkopfs per Hand
- Jeder Hebel des Ellenbogengelenks, des Schultergelenks, des Handgelenks, des Kniegelenks und des Fussgelenks in kontrollierter Form (ausser siehe "verbotene Techniken")
- Alle Wuerfe (kein "Spiking" auf Nacken oder Kopf)
- Slams nur bis Huefthoehe

Verbotene Techniken (alle nicht „erlaubten Techniken“ – insbesondere folgende)
- Greifen in Nase, Mund, und Augen
- Ellenbogen, Knie etc. auf Nase, Mund, und Augen druecken
- Greifen der Kleidung des Gegners (eigene Kleidung darf gegriffen werden)
- Greifen des Schluesselbeins
- Weglaufen
- Hebel der Finger- oder Zehgelenke
- Hebel auf Wirbelsaeule / Halswirbelsaeule (z. B. Twister, Cruzifix, Can-opener)
- Hebel die seitlich oder gedreht auf das Fuss- oder Kniegelenk wirken (z. B. Heelhook, Toehold), gerade Fuss- und Kniehebel sind erlaubt
- Zuhalten von Mund und Nase per Hand (Wuergetechniken wo der Mund zum Beispiel vom Unterarm verdeckt wird fallen nicht darunter)

Sonstiges
Wenn die Kaempfer sich ausserhalb der Kampfflaeche bewegen, wird der Kampf in derselben Position in der Mitte fortgesetzt (Kommando „Stop – nicht bewegen“ oder „Freeze“). Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist, kann er in dieser Situation beide Kaempfer auch im Stand weiterkaempfen lassen. Der Kampfverlauf sollte aber so wenig wie moeglich unterbrochen werden. Wenn also ein Kaempfer im Clinch oder am Boden in die Seile gedrueckt wird und sich sein Bewegungsraum dadurch einschraenkt, ist dies kein Grund den Kampf zu unterbrechen. In jedem Falle liegt die Entscheidung aber im Ermessen des Ringrichters.
Sollte es eine Unterbrechung mit Trennung der Kaempfer wegen einer verbotenen Technik oder einer Arztpause geben (Fassen der Kleidung des Gegners, Treffer zwischen die Beine, Finger in den Augen, Nasenbluten oder andere…) wird der Kampf in der gleichen Position wie zuvor fortgesetzt. Wenn dem Ringrichter die Position zu schlecht nachzuvollziehen ist, kann er in dieser Situation aber auch hier beide Kaempfer im Stand weiterkaempfen lassen.


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